Claudi Schweininger – Skript
Der Grund, weshalb unsere Gloudi die Aufgabe des Skript übernommen hat ist nicht unbedingt der, daß sie als einzige vom ganzen Team akzentfreies Hochdeutsch beherrscht. Im Gegenteil: Sie durfte eigentlich erst mitmachen, nachdem sie auf Klausis kleine Hänseleien mit astreinem Liptingerisch konterte.
Da Claudi als Bänkerin auch beruflich mit Zahlen jongliert, ist sie genau die richtige für den Job. Hier bei uns macht sie im wesentlichen eine detaillierte Buchführung von allem, was gedreht wird. Und bei über 100 Stunden Rohmaterial, die am Ende geschnitten werden sollen, könnte ein Zahlendreher sehr ärgerlich sein. Zwei dicke Leiz-Ordner voll mit Claudis Cutterberichten sind die Grundlage für den Schnitt unseres Films. Nur damit kann man die gelungenen Versuche (die Kopierer) von den missglückten Takes (den Nichtkopierern) schon im Voraus trennen, und nur diese in den Computer überspielen.
Außerdem profitiert man gerade bei einem Projekt, das sich über 4 Jahre hinzieht, ungemein von Anmerkungen zu den gedrehten Takes.
Nach zwei Jahren weiß man beim Schnitt nämlich nicht mehr, warum man die Einstellung wiederholt hat, und was genau an dem einen Take falsch war. Der Status dieser Informationen reicht manchmal sogar soweit, daß man über den Katerzustand einzelner Teammitglieder am jeweiligen Drehtag informiert wird.
Gut, daß die Claudi das für uns macht.